Gemeinsam für Menschen

Diakonisches Kompetenz-Netzwerk mit europäischen Partnern

Orientierung für Jugendliche aus Litauen

Jurbarkas/Rendsburg/Neumünster (whe) – Sechs Jugendliche aus den litauischen Orten Taurage und Jurbarkas besuchten im Sommer 2017 Schleswig-Holstein. In Neumünster nahmen sie bei der Perspektive Bildung, die zur Gruppe Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie gehört, an einer zweiwöchigen Berufsfeldorientierung und Potenzialanalyse teil. Ein großer Erfolg war dies für die Jugendlichen, die ein großes Stück schlauer in Bezug auf die eigene berufliche Zukunft wieder die Rückreise nach Litauen antreten konnten. In der letzten Woche trafen sich die Initiatoren und Organisatoren dieser Maßnahme in Litauen (gemeinsam-fuer-menschen.net berichtete darüber: Link), um zu besprechen, wie man diese Aktion verstetigen kann und auch gegebenenfalls um eine Veranstaltung für deutsche Jugendliche in Litauen ergänzt.

Jurbarkas, die etwas herbe Stadt – inmitten des litauischen Memeltals gelegen – war Ziel der deutschen Delegation, die dort im Rathaus von Bürgermeister Skirmantas Mockevicius empfangen wurde. Organisiert hatte diesen Besuch in Litauen Pastor Mindaugas Kairys, der auch wesentlich mit der Berufsfeldorientierung in Neumünster zu tun hat. Kairys ist langjähriger Partner des Diakonischen Werks Schleswig-Holstein in Rendsburg, über das eine Vielzahl sozialer und medizinischer Projekte in den letzten 15 Jahren in Litauen gefördert worden ist.

Pastor Mindaugas Kairys und Bürgermeister Skirmantas Mockevicius.

Eines dieser Projekte sind die sogenannten Euro-Waisen. Kinder von Eltern, die aus wirtschaftlichen Gründen in anderen EU-Ländern arbeiten müssen und daher die Kinder bei anderen Familienangehörigen oder gar in Fremdbetreuung in der Heimat zurücklassen müssen. Während deren Ferien-Betreuung im Jugendheim von Skirsnemune – unweit von Jubarkas gelegen – kristallisierte sich auch der Bedarf einer kompetenten Berufsorientierung für die Schüler heraus. Gesagt getan, Roland Schlerff und Bernd Hannemann – beide Vorstandsmitglieder des Vereins für diakonische Arbeit in Rendsburg— griffen dieses Thema auf und finanzierten das Projekt in Neumünster.

Zukunftsplanung des Jugendprojekts im Arbeitskreis.

Der Besuch der deutschen Delegation, bestehend aus Roland Schlerff, Bernd Hannemann und Ann-Christin Hasselmann vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein bzw. Verein für diakonische Arbeit; Rainer Adomat, Schäferhof in Appen, Reinhard Arens und Thomas Börner von der Perspektive Bildung diente jetzt der Verstetigung dieses Projekts und möglicherweise auch der Erweiterung durch Gegenbesuche deutscher Jugendlicher in Litauen.

Info-Besuch in Smalininkai an der Memel.

Aus diesen Gründen wurde neben der Begrüßung im Rathaus von Jurbarkas und Besuchen der Projekte „Sozialstation“ in Smalininkai sowie der Drogen-Rehabilitationseinrichtung Gabrielius, Projekte die sowohl vom Diakonischen Werk Schleswig-Holstein wie auch von der Soziallotterie „Aktion Mensch“ gefördert werden, ein umfassendes Arbeitsgespräch mit den am letztjährigen Jugendaustausch beteiligten Lehrer-/innen und Sozialarbeiter-/innen geführt. Man war sich schnell einig, dass eine Fortführung dieses Projekts überaus wünschenswert sei und auch ein Gegenbesuch deutscher Jugendlicher in Litauen organisiert werden könne.

2 Kommentare

  1. Roland Begenat

    14/05/2018 at 0:04

    Der Besuch der Jugendlichen aus Litauen in Neumünster fand im Sommer 2017 statt und der Bürgermeister von Jurbarkas heißt Skirmantas Mockevičius.

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